Nachhaltige Investitionen: Der Fonds für Afrika

Aufbruch in die Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts: Mit dem Entwicklungsinvestitionsfonds unterstützt die Bundesregierung Unternehmen bei ihren Investitionen in zahlreichen afrikanischen Ländern. Wir informieren Sie über die Förderprogramme.

Mehr Mittelstand nach Afrika und in Afrika, lautet das Prinzip: Der Entwicklungsinvestitionsfonds bietet der Privatwirtschaft passgenaue Finanzierungslösungen zu günstigen Bedingungen. Ziel ist es, dass sich noch mehr deutsche und europäische Unternehmen in Afrika engagieren, dort zum ersten Mal investieren oder ihr Geschäft ausweiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den reformorientierten zwölf Ländern des Compact With Africa. Insgesamt ruht der Fonds auf drei Säulen: 

  • AfricaConnect bietet Finanzierungen für kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland und Europa.
  • AfricaGrow richtet sich an afrikanische Mittelständler und Start-ups, die über Fonds einfacher an finanzielle Mittel kommen sollen.
  • Wirtschaftsnetzwerk Afrika heißt ein neues Angebot des Bundeswirtschaftsministeriums zur Vernetzung und Beratung.

Investitionspotential

In den nächsten zehn Jahren wird in Afrika mehr gebaut als in den letzten hundert Jahren in Europa; sechs der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften befinden sich dort; Länder wie Äthiopien, Côte d’Ivoire oder Ghana erreichen ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. Aber: Nur ein Prozent der deutschen Auslandsinvestitionen und zwei Prozent des deutschen Außenhandels gehen aktuell nach Afrika, lediglich 1.000 deutsche Unternehmen sind auf dem Kontinent aktiv.

AfricaConnect: Förderung für den deutschen Mittelstand

 

Langfristige Darlehen auch da, wo klassische Geschäftsbanken keine oder nur teure Finanzierungslösungen anbieten: Über AfricaConnect kann Ihr Vorhaben substanziell mitfinanziert werden, die Risiken sind fair geteilt.

Wer wird unterstützt?

  • Das Programm richtet sich an deutsche und europäische Unternehmen, die in Afrika investieren und qualifizierte Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent schaffen.

Wer vergibt die Förderung?

  • Umgesetzt wird AfricaConnect von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Die finanziellen Mittel dafür stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereit. 

Was bietet das Programm? 

  • Das Angebot ist flexibel, die Bandbreite groß: Möglich sind Darlehensfinanzierungen ab 750.000 bis vier Millionen Euro (auch in US-Dollar) und Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Der Eigenanteil Ihres Unternehmens sollte bei mindestens 50 Prozent der Investitionssumme liegen. Die DEG hilft Ihnen außerdem, die Finanzierung zu strukturieren und unterstützt Sie beratend und finanziell bei der Umsetzung internationaler Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Standards. Die Finanzierungsstrukturen sind schlank, die Umsetzung erfolgt schnell: Die Prüfung bis zur Kreditentscheidung dauert maximal drei Monate.

Was sollten Sie sonst noch wissen?

  • Um die Finanzierung zu bekommen, muss ein Projekt wirtschaftlich tragfähig sein; Ihr Businessplan und Jahresabschluss wird daher von Expertinnen und Experten geprüft. Die Länder des Compact With Africa stehen im Fokus, grundsätzlich ist das Programm aber offen für alle Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Dort verfügt die DEG über langjährige Expertise und ein engmaschiges Netzwerk.

KFW, DEG: Africa Connect

AfricaGrow: Wagniskapital für afrikanische Unternehmen

 

Mehr Kapital für innovative Geschäftsideen aus Afrika selbst: Vom Dachfonds AfricaGrow profitieren in erster Linie kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups aus den Ländern Afrikas mit besonderem Blick auf die Länder des Compact with Africa. Der Fonds wird von einem Fondsmanager verwaltet und investiert in marktorientierte afrikanische Wagniskapital- und Eigenkapitalfonds mit starkem privatwirtschaftlichem Ansatz. Diese können dann wiederum den Unternehmen vor Ort Finanzierungslösungen anbieten – damit neue Jobs entstehen und die Einkommen sich verbessern. Technologie-Start-ups, z.B. aus den Bereichen Finanzen, Erziehung, Gesundheit, Mobilität oder E-Commerce zählen zur Zielgruppe.

 

 

Diese Ziele stehen bei AfricaGrow im Mittelpunkt:

  • durch eine attraktive Risikoteilung weitere Investoren auf der Ebene des Dachfonds AfricaGrow dazugewinnen
  • nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Beschäftigung stärken
  • die Start-up- und Private Equity-Szene mit Kapital für wichtige Investitionen unterstützen

PDF: Projektinformation AfricaGrow-Fonds

Wirtschaftsnetzwerk Afrika: Unternehmen beim Markteintritt unterstützen

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bündelt die Angebote und vernetzt die Akteure der deutschen Außenwirtschaftsförderung, um so vor allem Mittelständler beim Markteintritt in Afrika individuell beraten und begleiten zu können. Im Sommer 2019 startete das Wirtschaftsnetzwerk Afrika mit drei Pilotprojekten in Äthiopien (Wertschöpfungskette Textil und Leder), Ghana (Lebensmittelverarbeitungstechnik und -logistik) und Marokko (Gesundheitswirtschaft). Seit Oktober 2019 steht Unternehmen bei Fragen und Unterstützungsbedarf ein fester Ansprechpartner („Afrika-Partner“) aus der Geschäftsstelle des Wirtschaftsnetzwerks Afrika zur Verfügung. Das BMWi baut außerdem das Netzwerk der Außenhandelskammern, Branchenkompetenzzentren und Präsenzen von Germany Trade & Invest (GTAI) in Afrika aus.

Die digitale Partner- und Informationsplattform des Wirtschaftsnetzwerks Afrika ist der Africa Business Guide, der Unternehmen mit geschäftlichen Interessen als erste Anlaufstelle dient.

BMWi: Wirtschaftsnetzwerk Afrika

Veranstaltungen

In den kommenden Monaten können sich Unternehmerinnen und Unternehmer bundesweit zu den Angeboten des Entwicklungsinvestitionsfonds informieren: Im Rahmen einer Roadshow stellt die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung zusammen mit regionalen Partnern wie Kammern und Verbänden die Programme und die damit verbundenen Möglichkeiten vor. Die nächsten Termine werden hier veröffentlicht.